ich bin die Lisa und seit dem 19. März 1998 auf dieser Welt, die für
mich sehr schön ist und völlig ungetrübt. Ich bin das erste Enkelkind von Rita und
Peter Biel und fühle mich einfach pudelwohl in dieser Familie. Meine
Mama ist Stefanie, die älteste Tochter von Oma und Opa.
Lisa an ihrem 1. Geburtstag
Was Krankheiten sind, weiß ich zum Glück noch nicht. Da passen Mama
und Papa und auch meine Oma ganz besonders auf. Aber mir tun die vielen anderen Babys
leid, die hier bei uns mit ihren Muttis zu Besuch kommen und deren Haut oft ganz kaputt
ist.
Oma sagt, daß das mit meinem Immunsystem zu tun hat, daß ich so
gesund bin, denn das hat von Anfang an Gelegenheit genug bekommen, sich wie ich
mich - zu entwickeln und erst einmal ganz stark zu werden. Als ich geboren wurde, hatte
ich noch gar kein Immunsystem. Aber mit der natürlichen Geburt habe ich so viele Keime
von Mama mitbekommen, daß damit der Grundstein gelegt wurde. Und mit Mamas Milch sind
weitere Keime dazugekommen. Und täglich kommen von überall her neue dazu. Mein
Immunsystem ist unendlich wichtig für meine Gesundheit, sagen Mama und Oma immer wieder.
Deshalb habe ich auch noch keine einzige Impfung bekommen, und auch die
Fluortabletten brauchte ich nicht zu schlucken. Meine Oma sagt, daß meine Zähne erst
einmal alle herauskommen sollen. Und weil ich Süßigkeiten und Zucker sowieso nur sehr
wenig bekommen werde, brauche ich mir gar keine Gedanken über Karies oder Parodontose
(oder wie das heißt) zu machen.
Natürlich werde ich bestimmte Vorsorgeimpfungen auch bekommen, aber
darüber reden Oma und Mama noch, wenn ich erst einmal ein Jahr alt geworden bin. Bis
dahin ist ja noch viel Zeit. Auch für mein Immunsystem, das mit jedem Tag immer stärker
wird, weil meine Mama mich noch jeden Tag stillt bis ich richtig satt bin. Meistens reicht
es noch für mich, aber ein paarmal habe ich auch schon ein wenig Amaranthbrei dazu
bekommen, weil ich sonst jede Stunde wieder vor Hunger wach geworden wäre. Ab und zu ist
mein Appetit eben so groß, das Mamas Vorrat allein nicht mehr reicht. Ich soll aber nur
in größeren Abständen etwas Neues zu essen erhalten, damit sich mein Magen und mein
Darm daran gewöhnen kann, habe ich gehört.
Ich würde mich freuen, wenn auch die anderen Babys bald wieder gesund
sind und sich ihre Eltern keine Sorgen mehr um sie machen müssen. Wie es mir weiter
ergeht, will ich Euch gerne von Mal zu Mal berichten. Mein Opa hilft mir dabei. Dafür
darf er mich dann ganz doll drücken.
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Dr. Binder ist ein besonderer Freund. Immer wenn er bei uns
zu Besuch ist, kümmert er sich ganz lieb um mich und sagt Oma und meiner
Mama, was sie machen soll. |