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DER MILCH-SCHWINDEL

ÜBER MILCH UND MILCHPRODUKTE ERZAHLT MAN UNS DREI MÄRCHEN:

Das erste Märchen:

Die Milch, die wir zu uns nehmen, sei lediglich ein Überschuß, den das säugende Kälbchen nicht mehr trinkt.

Das zweite Märchen:

Die Kühe, die uns die Milch liefern, leben in bester Gesundheit auf saftigen, grünen Alm-Wiesen.

Das dritte Märchen:

Milch sei ein notwendiger Bestandteil der menschlichen Ernährung, ohne den es zu Mangelerscheinungen kommt.

DIE WAHRHEIT SIEHT ANDERS AUS:

CALCIUM UND VITAMINE

Es gibt keine Vitamine, keine Mineralstoffe, die nicht in pflanzlichen Produkten vorkommen bzw. vom Körper selbst gebildet werden. Daß man, um seinen Calcium-Bedarf zu decken, regelmäßig Milchprodukte verzehren muß, ist ein Märchen: Durch Homogenisieren und Pasteurisieren ist das Calcium der Milch kaum mehr für den menschlichen Körper verwertbar.

Dieser holt sich das von ihm benötigte Calcium dort, wo es am meisten vorkommt: Aus den Knochen (Rückenschmerzen, Knochenschwund-Osteoporose) und den Zähnen (Karies).

Würde das Calcium der Milch der Knochen-Entkalkung vorbeugen, dürfte es gerade in unserer Wohlstandsgesellschaft, in der übermäßig viele Milchprodukte verzehrt werden, gar keine Knochenbeschwerden geben. Hingegen in asiatischen Ländern, wo die Menschen keine oder nur sehr wenig Milch zu sich nehmen, ist Osteoporose ein Fremdwort ... Außerdem enthalten Sojabohnen, Nüsse und Mandeln mehr als doppelt so viel Calcium wie Kuhmilch. Ein weiteres Märchen ist auch, daß Menschen, die sich ausschließlich von pflanzlichen Produkten ernähren, Mangelerscheinungen erleiden. Ernährungsberater bestätigen, daß eine rein pflanzliche Ernährung die beste Voraussetzung für Gesundheit und Fitneß ist.

TIERMILCH IST NUR FÜR TIERKINDER BESTIMMT

Für den menschlichen Organismus ist Tiermilch ein Fremdkörper, gegen den er sich oft mit Allergien und Erkrankungen wehrt, die man aber meist nicht mit dem Verzehr von Milchprodukten in Zusammenhang bringt. Tiermilch ist in ihrer Zusammensetzung ganz auf das Wachstum des Jungtieres abgestimmt. Je schneller ein Tierkind sein Gewicht verdoppeln muß, um baldmöglichst von der Mutter unabhängig zu sein, um so höher ist der Milcheiweißgehalt.

(Als Beispiel: Kaninchen-Milch 41 % Eiweiß, Gewichtsverdoppelung in 6 Tagen; Kuhmilch 21 % Eiweiß, Gewichtsverdoppelung in 47 Tagen; Muttermilch 11 % Eiweiß, Gewichtsverdoppelung des Menschenbaby in 180 Tagen.) Kuhmilch ist genau auf die Bedürfnisse des Kälbchens abgestimmt: schnelles Wachstum, starker Knochenbau, kräftiges Fell - jedoch mäßige Gehirnentfaltung.

Von: David Lane, Campaign against leather and fur (CALF)

Die Campaign against leather and fur (CALF) ist eine englische Gruppe, die sowohl die allgemeine Öffentlichkeit als auch die Vegetarier und Tierrechtsbewegung über die Frage des Leders aufklären möchte.

CALF! BM Box 8889 LONDON WClN JXX, England

Forum für Ernährung im Deutschen Medizin Forum

Diskussionsleitung: Marcus Schons

Vorstellung vom 14.01.1999

Eines der Stiefkinder der Medizin, besonders auch der Schulmedizin, soll an dieser Stelle aufgepäppelt werden. Dazu haben wir das Forum für Ernährung initiiert. Hier möchten wir versuchen, Ihnen die Tragweite Ihrer Ernährung vor Augen zu führen, Ihnen Tips zu Diäten und unterschiedlichen Ernährungsmöglichkeiten geben (vegetarisch, makrobiotisch, vegan, Instinkto,...).

Ein Themenschwerpunkt meiner eigenen Erfahrung bildet insbesondere auch die Babyernährung, ohne tierische Eiweiße, die wider aller öffentlichen Meinung möglich und ausreichend ist !

Die körperliche Manifestation des Menschen baut sich ständig auf und um. Die Körpersysteme bilden ein Fließgleichgewicht, das bemüht ist, sich an die gestellten Anforderungen von außen und innen möglichst rasch anzupassen und dabei so "wirtschaftlich" wie möglich zu arbeiten.

Die Bausteine liefert unsere tägliche Nahrung, die während des Prozesses der Nahrungsaufnahme zerlegt und mit dem Blut zu den "Baustellen" im gesamten Körper transportiert werden.

Der Verdauungsprozess beginnt bereits bei der Zubereitung der Nahrung !

Sowohl mit der Handhabung, als auch mit der gedanklichen Energie, mit der ich die Nahrung "bestrahle" (hier sei bemerkt, daß ein Kuchen von der Oma immer besser schmeckt als von "irgendeinem" Bäcker...).

Bei der Bereitstellung der Lebensmittel in unserer Zeit und unserem Kulturkreis muß man feststellen, daß es sich zumeist um völlig denaturierte ("unnatürliche") "Lebens-mittel" handelt; zerkocht, zerkleinert, gewürzt, vermischt, etc.

Eben gerade noch tauglich als Lebens-Mittel; Mittel, die einen Organismus am Leben halten.

Von "Nahrung" kann hier keine Rede mehr sein.

Nur mit soliden Bausteinen kann ein Haus erbaut werden; wenn der/die Bauherr/frau bei den Baumaterialien spart, hat das Bauwerk keine lange Lebensdauer und es fallen etliche Reparaturen an. Das gleiche gilt für den menschlichen Organismus...!

Soviel für heute. Ich hoffe, das Forum findet Ihre Resonanz und freue mich, Ihnen/Euch mit meinem Wissen helfen zu dürfen !

Ich freue mich außerdem über Anregungen, Tips, Tricks, etc. Ganz besonders auch zu Erfahrungen im Bereich der Babynahrung ohne tierisches Eiweiß... wie bereits erwähnt.

Einen schönen Tag.

Marcus Schons

Anfrage von PANAP Selbsthilfe e.V. vom 14.02.1999

Wie wertvoll ist die Kuhmilch?

Wir freuen uns immer wieder, Übereinstimmungen mit unseren Ansichten zu finden. So sind wir auch der Meinung, daß Zucker und denaturierte Lebensmittel nicht in unseren Speiseplan gehören. Wir halten in Hinsicht auf Erkrankungen wie Allergien, Neurodermitis und Asthma auch Weizenweißmehlprodukte und die meisten Wurstsorten - weil mit etlichen Zusätzen versehen - für nicht empfehlenswert.

Bei der Kuhmilch streiten sich immer wieder die Geister. Wir sind der Auffassung, daß das Eiweiß in der Kuhmilch schon der Darmflora nicht bekommt! Wenn das so ist, dann wird die Kuhmilch insgesamt dem Menschen nicht bekommen. Wir wissen aus der Säuglingsernährung, daß mit Beginn der Zufütterung mit Kuhmilchprodukten die gesundheitlichen Probleme schon oft beginnen (Milchschorf usw.).

Viele Ärzte raten aber u n b e d i n g t dazu, Kuhmilch zu trinken - wegen des Kalziums! Gibt es denn bei Vollwerternährung überhaupt ein Kalzium-Defizit? Oder wissen diese Ärzte nur zu wenig über die Vollwerternährung, weil sie selbst nie etwas oder nur unzureichend davon gehört haben?

Ist die Kuhmilch für den Menschen überhaupt "bioverfügbar", also für den menschlichen Organismus geeignet? Oder ist es richtig, daß nur der Säugling und Kleinkinder (bis etwa zum 4. Lebensjahr) das Ferment besitzen, das die Milcheiweiße aufspaltet?

Dann könnte ich getrost überhaupt auf die Kuhmilch, die mir so viele Probleme bereitet, verzichten - und die Ärzteschaft sollte dies unterstützen. Sicherlich haben Sie gute Vorschläge, in welchen Lebensmitteln, Früchten und Getreidesorten besonders viel Kalzium ist, was dann bedenkenlos zu empfehlen wäre.

Peter Biel

Antworten von Marcus Schons vom Forum für Ernährung vom 17.02.1999

Grüß Gott Herr Biel,

zunächst möchte ich voraussetzen, daß ich in meinen Ausführungen immer von Nahrungsmitteln in Demeter-Qualität (biologischer Anbau,...) ausgehe !

Eigentlich braucht kein Mensch Kuhmilch oder irgendeine andere Milch außer der Muttermilch - und das so lange, wie Mutter und Baby das mit sich ausmachen !

Sollte es einer Mutter nicht möglich sein zu stillen, kommt als Substitut an erster Stelle die Stutenmilch, da diese in ihrer Zusammensetzung der Muttermilch am ähnlichsten ist.

Ansonsten kann man/frau noch Ziegen- oder Schafsmilch füttern.

Es ist richtig, daß Kleinkinder Milch besser verwerten können, da bei ihnen die "Lactase" aktiver ist als bei älteren. Aber auch Kinder brauchen keine Milch.

Abgesehen, daß es wohl an der Zeit ist, unsere Mitbewohner "Schwestern Kühe" auf diesem Planeten nicht bis zum letzten Tropfen auszumelken (auszubeuten), gibt es genug Nahrungsmittel, die speziell den immer wieder zitierten Calciumbedarf v o l l k o m m e n decken.

Eine Tasse Brokkoli hat bspw. die gleiche Menge Ca wie eine Tasse Kuhmilch. Sesammus ist ein höchstwertiger Ca-Lieferant. Alle Nüsse dito.

Eisen gibt es in Rosinen und getrockneten Aprikosen zur Genüge.

Fazit: Alles was der Planet uns schenkt (Früchte, Nüsse, Beeren, Obst) und Gemüse - Grünzeug im weitesten Sinne - reicht vollkommen aus, gesund durchs Leben zu kommen.

Ganz prima ist übrigens Weizengras. Möchte ich Ihnen sehr empfehlen.

Soviel für heute. Streichen Sie die Milch und am besten auch alle Milchprodukte von Ihrem Ernährungsplan und in vier Wochen ist Ihre Nase frei, ihre Schleimbildung auf ein Minimum reduziert und Ihre Gelenkschmerzen deutlich gelindert.

Lassen Sie sich Ihre Ernährung etwas kosten (Demeter). Verzichten Sie auf Fleisch.

Essen Sie keine denaturierten Nahrungsmittel und belassen Sie Ihr "Futter" möglichst so, wie es aus dem Garten kommt (wenig Gewürz, usw.)

Alles Gute

Marcus Schons

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